Schweizerischer Berufsverband für Angewandte Psychologie
Association Professionelle Suisse de Psychologie Appliquée
Associazione Professionale Svizzera della Psicologia Applicata
SBAP-Preis 2004
Dienstag 2. November 2004
sphères Bar Buch Bühne Zürich

 
Preisträgerin: Prof. Dr. phil. Marianne Regard
Der 2. SBAP-Preis in der Höhe von 10'000 Franken ging an Marianne Regard, Titularprofessorin in Neuropsychologie an der Medizinischen Fakultät Zürich. Marianne Regard hat sich sowohl in der Forschung als auch der Praxis einen Namen gemacht. Durch ihre ausserordentlichen Leistungen ist Marianne Regard heute international bekannt. Sie arbeitet seit vielen Jahren in der Neurologischen Universitätsklinik Zürich, ist Redaktionsmitglied vieler Fachzeitschriften, unterrichtet und ist hauptsächlich klinisch und in der Grundlagenforschung tätig.

In der Neuropsychologie hat Marianne Regard mit Zahlreichen Publikationen und Forschungsprojekten, die teilweise durch den Schweizerischen Nationalfonds gefördert wurden, international Anerkennung erlangt. Ihr Wissen und ihre Kompetenz werden in der Fachwelt hoch geschätzt. Durch ihre interdisziplinäre Arbeitsweise gelingt es Marianne Regard, die Erkenntnisse der Neuropsychologie zahlreichen Menschen zugänglich und nützlich zu machen. Eine über die Medien bekannte Beobachtung von Marianne Regard ist das Gourmand-Syndrom. Sie hat herausgefunden, dass einige Menschen nach einer Schädigung der rechten Stirnpartie eine besondere Vorliebe für gutes Essen entwickeln können. Verletzungen der rechten vorderen Gehirnhälfte mindern die Impulskontrolle und können eine wichtige Ursache von Essstörungen und anderen Suchtkrankheiten darstellen.

Marianne Regard ist Mitglied zahlreicher internationaler neurowissenschaftlicher Fachgremien. Zudem ist sie seit 1975 Mitglied des Schweizerischen Berufsverbandes für Angewandte Psychologie SBAP und Mitglied im Stiftungsrat der Hochschule für Angewandte Psychologie. 1996 wurde sie als erste Nichtmedizinerin mit dem Bing-Preis der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften ausgezeichnet.



17. September 2008